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Bolivien – Summary & Fotos

Leute: Bolivien war nach Peru wie ein Paradies 😉 Die Menschen dort sind zwar viel ärmer und leben in viel einfacheren Umständen – aber sie sind mir offener und sympatischer begegnet. Die unangenehmen Anmachen bleiben aus, da die Bolivianer zurückhaltender sind. Lustigerweise waren die Bemühungen, Englisch zu sprechen wenn mit Spanisch nichts mehr ging, sehr viel größer als zuvor in Peru. Unter den Reisenden fanden sich in Bolivien viele low budget Backpacker, da das Land sehr günstig ist. Pauschalreisende traf man eher wenig, da DIE große Sehenswürdigkeit im Land fehlt (die international bekannt wäre).

Essen: Das Essensangebot auf lokalem Level hat sich in Bolivien im Vergleich zu Peru etwas verbessert – und ich bekam ohne direkt nachhaken vegetarische Möglichkeiten vorgeschlagen. Trotzdem war es meistens sehr trocken und eher geschmacklos. Allerdings waren die internationalen Restaurants in Bolivien gemäß dem allgemeinen Preisniveau recht günstig, sodass das eine gute Alternative darstellte.

Wetter: Sommer, Sonne, Sonnenschein! 🙂 Einzig in La Paz gab es mal 1-2 Tage, wo es ein bisschen geregnet hat. Das finde ich allerdings gemessen an meiner Aufenthaltsdauer nicht wirklich viel 😉

Kosten: Bolivien ist sehr günstig. Ich habe in La Paz „Extreme Shopping“ betrieben und mein Tagesbudget daher auf 27 Euro gepusht. Ansonsten würde es wohl bei 18-max. 20 Euro liegen. Jaaaaaa…so viel habe ich eingekauft!! 😀 Weihnachtsgeschenke, Mitbringsel und auch das ein oder andere für mich selbst…

Unterkünfte: Waren alle ok, sauber und hatten warmes Wasser (surprise, surprise!). Die meiste Zeit habe ich ja im Wild Rover (La Paz) gewohnt – ein super Hostel, wo es an nichts fehlt. Sogar einen Schminkraum mit großem Spiegel, Fön und Glätteisen gab es für uns Mädels! Nach Monaten reisen echt mal ein schöner Luxus zwischendurch… 🙂 

Infrastruktur: Die Busse waren zwar sehr einfach – aber auch sehr billig. Für die 18 Stunden Fahrt von La Paz nach Rurrenabaque haben wir umgerechnet nur ca. 8 Euro bezahlt! Auch der Nahtransport in La Paz war spitzenklasse. Es gab an jeder Ecke Colectivos, die überall hin fuhren, sicher waren und quasi gar nichts kosteten. Und wenn man mal fauler war…auch die Taxis kosteten für jede Strecke in der Stadt nur 1-1,50 Euro. Nice! 🙂

Krankheiten: Die Arbeit im Partyhostel habe ich nicht ganz unversehrt überstanden. In meinen letzten Tagen dort habe ich mir noch eine Erkältung und einen ziemlichen Husten geholt, die sich dann über die gesamte Uyuni-Tour gezogen hat 😦 Erst in San Pedro (Chile) habe ich mich wieder aufwärmen und auskurieren können…

Sicherheit: Zuerst war ich ja ziemlich skeptisch in La Paz. Hab mich aber IMMER sicher gefühlt und mir ist auch nie etwas passiert. Natürlich sollte man die üblichen Vorsichtsmaßnahmen beachten und nicht mit allen Wertsachen rumlaufen…

Persönliches TOP: ALLES! 🙂 🙂 🙂

Persönliches FLOP: Hmmm…nein, mir fällt leider wirklich nichts ein.

Bolivien ist ein tolles Land! Extrem vielfältig und die Menschen sind total freundlich. Vor allem La Paz hat mich mit seinem Charme gefangen genommen und wurde zu meiner neuen Lieblingsstadt. Ich liiiiiiiiiiiebe es und werde auf jeden Fall zurück kommen, um alles anzuschauen, was ich diesmal nicht mehr geschafft habe 🙂

Hier geht es zu meinen Fotos von Bolivien (klick auf das Bild) / Click on the photo to get to my picture gallery of Bolivia:

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Bolivien – noch besser, als erwartet!

29.08.-30.08.2012 Copacabana

Bolivien hat mich sehr freundlich empfangen! Copacabana ist ein total süßer kleiner Ort, der wunderschön zwischen Hügeln am tiefblauen Titicacasee liegt. Leider hatte ich nicht viel Zeit dort, da ich Andrea bald in La Paz treffen wollte. So habe ich einen Nachmittag das Städtchen angeschaut, die Kirche ist wirklich schön. Am späten Nachmittag bin ich auf den Kalvarienberg gegangen, um das Abendlicht und den Sonnenuntergang zu sehen – einfach wunderwunderschön! 🙂Am nächsten Tag habe ich einen kurzen Ausflug auf die Isla del Sol gemacht. Leider hatte ich dort nur ca. 3 Stunden, sodass ich nur einen Teil des Nordens sehen konnte. Aber was ich gesehen habe, war einfach atemberaubend! Tiefblauer See, blitzblauer Himmel, braune Insellandschaft, Ruinen und weiße Bergspitzen am Horizont. Toll!

31.08., 07.09.-30.09.2012 La Paz

Mein erster Aufenthalt in La Paz war recht kurz, mein zweiter dafür umso länger. Nach meiner Ankunft hatte ich nur einen Tag, bevor ich mit Andrea in den Dschungel wollte. An dem Tag war natürlich einiges Organisatorisches zu erledigen. Aber wir haben auch ein bisschen Sightseeing gemacht und es ins Valle de la Luna geschafft – per Colectivo sehr einfach und günstig von La Paz zu erreichen. Ein netter Rundweg, tolle Felsen, schön für ein Stündchen…

Nach unserer Rückkehr aus dem Dschungel stand dann mehr Sightseeing auf dem Programm. Die Altstadt, der Hexenmarkt und alle vielen anderen Märkte. Außerdem haben wir natürlich die obligatorische Death Road Moutainbike Tour gemacht. War ganz ok, aber jetzt nicht sooo special… Wir hatten ziemliches Wetterpech, aber haben uns trotzdem unseren Spaß gemacht! Auch eine Action Aktivität habe ich probiert – Urban Rush. Seht selbst: Einmal bin ich auch nach El Alto gefahren um die tolle Aussicht über La Paz zu sehen: …und habe den Markt dort besucht – riesig! In La Paz findet man echt ALLES auf den Märkten – soooo toll! So viel Leben auf der Straße, so viele Menschen, so viel Remmidemmi! Viel Remmidemmi hatte ich dann auch bei meiner Arbeit in der Bar im Wild Rover Hostel. Ursprünglich wollte nur Andrea dort arbeiten und ich wollte weiterziehen, vor allem noch mehr trekken gehen. Allerdings habe ich dann beschlossen, dass mir La Paz einfach zu gut gefällt und ich einfach nicht weg möchte! Ich habe ein paar Spanischstunden genommen und mich schließlich entschieden, hinter der Bar (gegen Unterkunft und Essen) zu arbeiten. Und es war ein riesen Spaß! Mottopartys, Cocktails mixen, Würfelspiele spielen, tanzen, tanzen, tanzen. Wir waren eine super Gruppe und hatten eine Menge Spaß!! Insgesamt habe ich dann fast ein komplettes Monat nur in La Paz verbracht! 🙂 Mir hat es soooo gut gefallen. Ich konnte einfach stundenlang durch die Straßen schlendern und neue Ecken entdecken. La Paz ist ein Chaos, aber ein sympatisches Chaos. Die Stadt hat absolut Charakter und sich in der Zeit zu meiner absoluten Lieblingsstadt entwickelt! 🙂

01.09.-06.09.2012 Rurrenabaque

Rurrenabaque ist ein kleiner Ort im bolivianischen Dschungelgebiet, der entweder teuer (dafür kurz) per Flug oder spottbillig (dafür min. 18 Stunden) per Bus erreicht werden kann. Wir haben beide Strecken per Bus gemacht und haben es nicht bereut und viel Geld gespart! 🙂 Rurrenabaque selbst ist ein wirklich süßer idyllischer Ort – und es war endlich mal wieder so richtig warm. Fast zu heiß!! Tagsüber hatte es in der Sonne zwischen 40 und 45 Grad! Es gibt dort zwei Touren zur Auswahl: Dschungel oder Pampas. Dschungel ist mehr trekking und eben wirklich: im Dschungel. Man sieht dabei allerdings eher wenig Tiere, manche Agenturen machen es eher als Art Survival Experience. Pampas ist die gemütliche Variante, wo man großteils im Boot sitzt und sich an vielen Tieren vorbei schippern lässt. Nachdem wir Tiere sehen wollten, haben wir uns dafür entschieden. Und es war einfach suuuuuuuuuper!!! 🙂 Wir haben in den drei Tagen so viele Tiere gesichtet: Unzählige Schildkröten, tausende Kaimane, einige Wasserschweine, zwei oder drei pinke Flussdelfine, eine Anakonda, viele schöne Vögel, Affen,…ich glaube mir fällt gar nicht mehr alles ein! Einmal waren wir auch Piranha fischen, hatten allerdings eher wenig Glück. 😉 Insgesamt eine tolle Tour, die auch insbesondere noch mehr Spaß gemacht hat, weil wir eine super Gruppe hatten – die wir auch alle nach der Reihe in La Paz wieder trafen und auch noch ein paar Mal zusammen feierten 🙂

01.10.-04.10.2012 Uyuni / Uyuni Tour

Mein ursprüngliches Bolivien Programm sah den Besuch so ziemlich aller Orte und Gegenden vor. Nachdem ich aber so viel Zeit in La Paz verbrachte, blieb mir am Ende nur noch Zeit für die Uyuni Tour. So nahm ich also sehr sehr schweren Herzens Abschied von meiner großen Liebe La Paz. Ich hoffe, ich komme irgendwann wieder! Mit dem Nachtbus ging es nach Uyuni – eine Stadt, die mich recht positiv überrascht hat. Zusammen mit Ornit (Israel, schon in La Paz getroffen) suchte ich mir einen Tourveranstalter aus, mit dem wir schon am nächsten Tag starten konnten. Die Uyuni Tour besteht aus drei Tagen. Am ersten Tag besuchten wir den Zug Friedhof, wo alte Züge so langsam verrotten. Ein echt lustiger Ort, der zu vielen Fotos einlädt. Danach ging es zum Salar de Uyuni – einfach nur atemberaubend riesig und weiß! 😉 Wir haben uns auch an den Perspektiven-Fotos versucht, was allerdings nicht sooo einfach war. Bei einer Insel mit Riesenkakteen machten wir halt und hatten Zeit, diese zu besteigen und einen schönen Ausblick zu genießen. Danach ging es weiter über den Salzsee, einfach wunderschön. Die Nacht verbrachten wir in einem Salzhostel, was eine lustige Erfahrung war! Alles aus Salz, am Boden nur Salz,… Der zweite Tag war vor allem der Tag der Lagunen. Wir haben einige wunderschöne gesehen – in verschiedensten Farben. Einige waren von vielen Flamingos bevölkert und es ergaben sich irrsinnig viele tolle Fotomomente. Auch beim bekannten Steinbaum und bei einigen tollen Berglandschaften machten wir Halt. Ein toller, sehr ereignisreicher Tag! Auch wenn der kalte Wind teilweise sehr anstrengend war… Vor allem am letzten Tag in der Früh, als es schon gegen 4 Uhr aufstehen hieß! Der letzte Tag hat mich nicht so umgehauen. Geysire…allerdings kam nur Rauch raus, kein Wasser. Hat mich ein bissl enttäuscht. Auch die heißen Quellen fand ich eher unspektakulär. Da habe ich schon bessere gesehen! Aber egal – insgesamt hat mich die Uyuni Tour durch eine der landschaftlich schönsten Gegenden geführt, die ich jeeeemals gesehen habe. Einfach ein absoluter HAMMER und DER krönende Abschluss für Bolivien!